Hans im Glück von Bertolt Brecht

Kein Ei, das stinkt

Hans im Glück, ein Stück aus Bertolt Brechts jungen Jahren, wurde in einer Inszenierung von Sebastian Sommer am Berliner Ensemble wiederbelebt. Am 1. März 2014 war Premiere. Während der damals 21-jährige Brecht Hans im Glück für „misslungen, ein Ei, das halb stinkt“, hielt, ist dem Fragment durchaus viel abzugewinnen. Die Inszenierung findet wunderschöne, einfache und wirksame Bilder, die Hans‘ rasante Reise durch das Glück illustrieren. Weiterlesen

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Die Rassen von Ferdinand Bruckner

Im Jahr 1933, unmittelbar nach dem Wahlsieg der NSDAP, schrieb Ferdinand Bruckner im Exil sein erstaunlich hellsichtiges Stück Die Rassen über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die Deutschland damals drohten. Am Berliner Ensemble ist Die Rassen nun in einer Inszenierung von Manfred Karge zu erleben. Noch immer entfaltet das Stück seine erschreckende und mahnende Wirkung, allerdings bleibt es seiner Entstehungszeit verhaftet. Weiterlesen

Peter Pan von James Matthew Barrie

Nimmer nimmer erwachsen werden!

Am 17. April 2013 feierte Peter Pan in der Inszenierung von Wilson am Berliner Ensemble Premiere und schon jetzt zeichnet sich angesichts der Besucherzahlen und einem begeisterten Publikum der Erfolg dieser Inszenierung ab. Zu Recht: Robert Wilson hat mit seiner typisch artifiziellen, effektvollen und illusionistischen Regiearbeit den Kern des Stücks getroffen: die überbordende Kinderfantasie. Weiterlesen

Die schönen Tage von Aranjuez von Peter Handke

Sommerdialog

Am 9. März 2013 feierte das sehr junge Stück Die schönen Tage von Aranjuez von Peter Handke am Berliner Ensemble seine deutsche Erstaufführung. Dieser „Sommerdialog“ wurde erst 2012 veröffentlicht und im selben Jahr bereits zu den Wiener Festwochen uraufgeführt. Am Berliner Ensemble ist es nun in einer Inszenierung von Philip Tiedemann zu sehen. Weiterlesen

Und der Haifisch der hat Zähne … Ein literarisch-musikalisches Nachtcafé über die Entstehung der Dreigroschenoper

Musikalisch untermalte Aufzeichnungen eines Theaterdirektors

Am Berliner Ensemble ist noch heute das literarisch-musikalische Nachtcafé – Und der Haifisch der Hat Zähne – über die Entstehung der Dreigroschenoper zu erleben, welches bereits 2001 in Dessau Premiere feierte. Der ungebrochene Zuspruch für diese Inszenierung von Manfred Karge ist wohl mit der Neugierde des Publikums, das einen Blick hinter die Kulissen der populären Dreigroschenoper erhaschen möchte, zu erklären. Weiterlesen

Liliom von Franz Molnár

Die Augen aus dem Kopf

Mit Liliom von Franz Molnár scheint das Berliner Ensemble seit dem 25. Mai 2012 (Premiere) nicht gerade einen Publikumsliebling im Programm zu haben. Dabei bietet Liliom einen zugleich unterhaltsamen und schwermütigen Theaterabend. Was als leichte „Vorstadtgeschichte“ daherkommt, entpuppt sich – dank einer sensiblen Inszenierung – als psychologisch differenziert gezeichnetes Drama. Weiterlesen