„Champignol wider Willen“ von Georges Feydeau

Eine windige Nummer

Puppenartige in Brokatkleidern tanzen und singen vor einem Hintergrund im Camouflage-Muster. – Herbert Fritsch hat sich mit der Verwechslungskomödie Champignol wider Willen von Georges Feydeau in der Schaubühne ausgetobt. Die Premiere war am 24. Oktober 2018. Weiterlesen

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Keine weiteren Fragen von und mit Christian Ehring

Zeitung lesen mit Christian Ehring

Am 2. und 3. November 2018 ist Christian Ehring mit seiner Show Keine weiteren Fragen, einem Kabarett mit Musik, zu Gast im BKA Theater in Berlin. Er nimmt darin die Deutschen zwischen Willkommenskultur, Authentizität, Gentrifizierung und Gutmenschentum aufs Korn. Weiterlesen

The European Balcony Project. Mit einem Manifest von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milo Rau

10. November 2018: Ausrufung der Europäischen Republik

Auf der Website des European Balcony Project zählt eine Uhr die Zeit herunter bis 16.00 Uhr am 10. November 2018. Dann nämlich werden Künstler*innen und Bürger*innen von Balkonen in Theatern und anderen öffentlichen Räumen in ganz Europa performativ die Europäische Republik ausrufen und ein kurzes Manifest von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milo Rau lesen. Mit dieser Aktion wollen die Initiator*innen den Weg für einen emanzipatorischen Anspruch auf bürgerliche Gleichheit in Europa jenseits des Nationalstaates ebnen. Weiterlesen

Ballroom Schmitz

Verschmitztes

Verschmitztes – anders kann man die irre Suche nach Bernhard ‚Bernie‘ Schmitz, Weg und Ziel der Live-Radiosendung Ballroom Schmitz (Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht) im Berliner Ensemble, nicht bezeichnen. Die Show ist wie ihr Namensvetter selbst: ein bisschen schlüpfriger Altherrenhumor, noch mehr originelle Witze und ein Hit am anderen, gewürzt mit viel Selbstironie. Weiterlesen

Die Wiederholung von Milo Rau

Die Gewalt des Zuschauers

„Was ist das Extremste, das du je auf der Bühne getan hast?“, wird ein Schauspieler im Casting gefragt. Er antwortet auf diese Frage mit einer Geschichte, die ihn beeindruckt hat: Ein Schauspieler betritt die Bühne mit einem Stuhl. Diesen platziert er unter eine Schlinge, die von der Decke hängt. Dann steigt er auf den Stuhl und legt sich die Schlinge um den Hals. Er werde jetzt den Stuhl wegstoßen und sich dann an dem Seil festhalten, damit es ihn nicht erdrosselt, erklärt er dem Publikum und fügt hinzu, in der Probe habe er es höchstens 20 Sekunden lang geschafft, sich festzuhalten. Dann stößt er den Stuhl um … und übergibt damit dem Publikum die Entscheidung über sein Leben und seinen Tod. Wird es einfach sitzen bleiben und zuschauen, wie er stirbt oder wird es aktiv werden und ihn retten?

Milo Rau stellt sich in Die Wiederholung der Frage nach der Rolle, die der Akt des Zuschauens im Theater spielt, vor allem, wenn es um die Darstellung von Gewalt auf der Bühne geht. Damit eröffnet er die Reihe »Histoire(s) du théâtre«, eine spielerische Langzeituntersuchung der ältesten Kunstform der Menschheit. Die Wiederholung feierte am 1. September 2018 in der Schaubühne seine Deutschlandpremiere. Weiterlesen

Eröffnung des Berliner Mundart- und Comedy-Theaters Berliner Schnauze

Wie die Berliner Jören früher und och heute reden

Die Berliner Komödiantin Marga Bach hat sich der Pflege des Berliner Dialekts angenommen und am gestrigen Abend die Berliner Schnauze eröffnet, ihr Theater für Mundart und Comedy. Die neue Bühne ist „mittenmang“, in bester Lage, zwischen Fernsehturm und Frankfurter Tor. Durch große Fenster ist schon von der Straße aus der einladende Zuschauerraum zu sehen. In dem gemütlichen „Wohnzimmertheater“ finden achtzig Zuschauer Platz.

Weit mehr waren am Eröffnungsabend zugegen, denn auf der Bühne gaben sich nahezu alle Künstler, deren Programme bis Ende des Jahres in der Berliner Schnauze zu sehen sein werden, die Ehre und servierten Kostproben ihres Könnens. Weiterlesen

Berliner Schnauze – Eröffnung des neuen MundART & Comedy Theaters an der Berliner Karl-Marx-Allee

MARGA Bach eröffnet MundART & Comedy Theater an der Berliner Karl-Marx-Allee

Foto: Norbert Schultz/MARGA Bach, promo

Stirbt der Berliner Dialekt aus? Dies sucht jedenfalls die Berliner Kabarettistin und Sängerin MARGA Bach zu verhindern und wagt einen mutigen Schritt: Am 1. September 2018 eröffnet sie mit einem Mix von Berliner Typen das neue MundART und Comedy Theater Berliner Schnauze an der Karl-Marx-Allee 133 in Berlin-Friedrichshain. Eine Bühne für alle, die diesen frechen Dialekt lieben und gern lachen.

Ihr zur Seite steht eine Handvoll Berliner Mimen, die den Berliner Dialekt ebenfalls mit der Muttermilch aufgesogen haben. Während der Premieren-Woche vom 1. bis 7. September 2018 stellen sie gemeinsam allabendlich (bis auf Dienstag) Auszüge ihrer Programme vor: Theaterleiterin MARGA Bach, Sabine Genz (u.a. Atze Musiktheater, Kabarett Kartoon, Charly M), Sigrid Grajek (u.a. Claire Waldoff, Coco Lorès), Franziska Hausmann (u.a. Kabarett Kartoon, Charly M), Natascha Petz (u.a. Womedy, Triolen-Kompott), die Travestiekünstler Red Shoe Boys (Thomas Schwabe und Peter Kohn), Thomas Schmitt vom Liedkabarett-Duo MTS und Norbert Schultz (Kabarett Lachgeschäft/Gera). Für die Moderation in der Premierenwoche sorgt der Schauspieler Klaus-Peter Grap und am Piano sitzt Wolfram Lauenburg.

Das ehemalige Kabarett Charly M mit seinen schönen Messing-Portalen – direkt neben dem Kino Kosmos gelegen – hat MARGA Bach in ein gemütliches Wohnzimmertheater im Alt-Berliner Stil verwandelt. Auf 80 Plätzen erwartet die Besucher eine unterhaltsame Mischung aus Kabarett, Comedy, Musik, Tanz und Gesang nach Berliner Art: große Klappe, kesse Sprüche, durchaus auch mal deftig und anzüglich – Berliner Herz mit Schnauze eben!

Gespielt wird täglich außer dienstags, die Tickets kosten einheitlich 24 Euro und sind erhältlich an Theaterkassen, per Mail an berliner-schnauze-theater[at]gmx.de oder telefonisch unter 0179 53 466 96. Die Premiere am 1. September 2018 ist nicht im Verkauf.

MARGA Bach

Die geborene Berlinerin beschreibt sich selbst so: Jahrgang: gut gereift, Größe: noch 1,71 m, Haarfarbe: u.a. mittelblond, Augenfarbe: meistens blau. Dass sie aufgrund ihrer Körperfülle und Stimme oft mit der legendären „Henne“ verwechselt wird, fand schließlich Eingang in ihr Hahnemann-Programm „Frech wie Rotz“ (mit Norbert Schultz). Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist sie mit ihren diversen Solo-Programmen in Berlin und bundesweit auf Tour und bespielt(e) auch Berliner Bühnen wie das Kabarett „Die Kneifzange“, „Kabarett Kartoon“, „Die Stachelschweine“ oder den „TRÄNENPALAST“. Sie war Mitglied des Fontane-Ensembles und erhielt den Fontane-Förderpreis, übernahm die Hauptrolle der Frau Matschinke in „Die Metropole-Das Berlin-Musical“ und man sieht sie gelegentlich auch in kleinen TV-Rollen und Werbespots. http://playbach.de/