ZEPPELIN frei nach Texten von Ödön von Horváth

Siehst du den Himmel?

Woran denken Sie beim Wort Zeppelin? – Demnächst werden Sie dabei an Ödön von Horváth denken. Vorausgesetzt, Sie kennen Horváths Texte. Wenn nicht, werden Sie an menschliche Puppen denken, die an einem Zeppelin aus Stahlrohren ein Luftballett im Blauen zu der sphärischen Musik ihres Gefährts aufführen und dabei schimmernde Sätze aneinander fädeln.

Diese Sätze stammen von Horváth. Herbert Fritsch hat sie für seine erste Inszenierung an der Berliner Schaubühne sorgfältig auswählt. Er erzählt mit diesen Sätzen keine Geschichte, sondern deutet hunderte an – und entwirft so eine Anatomie menschlicher Abnormitäten, die sein Ensemble komödiantisch, mimisch und mit vollem Einsatz verkörpert.

Keine Sorge, „Sie werden das alles irgendwann verstehen.“ – Dafür müssen Sie sich den Zeppelin ansehen, der seit dem 19. September 2017 ab und zu in der Schaubühne schwebt. Das ist sehr zu empfehlen. Und: Der literarische Geist Ödön von Horváths ist auch schon dort.

Lassen Sie sich noch eines mit auf dem Weg geben: Der Zeppelin ist natürlich ein Symbol.

Regie und Bühne: Herbert Fritsch
Kostüme: Victoria Behr
Musik: Ingo Günther
Dramaturgie: Bettina Ehrlich
Licht: Torsten König

Mit: Florian Anderer, Jule Böwe, Werner Eng, Ingo Günther, Bastian Reiber, Ruth Rosenfeld, Carol Schuler, Alina Stiegler, Axel Wandtke

Magdalena Sporkmann

 

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