Born Digital

Unsere digitale Zukunft zwischen Forschung und Science Fiction
Die jungen Menschen des Jugendclubs Born Digital sind allesamt Digital Natives. Digital Natives, das sind all jene, die in unser digitales Zeitalter hineingeboren wurden und vollkommen selbstverständlich mit dem Internet, Computern und Smartphones aufgewachsen sind. Born Digital widmet sich in dem gleichnamigen Stück, das am 2. Juni 2016 im Deutschen Theater Berlin Premiere feierte, der Frage, die das „digitale Leben“ unsere Identität und unser Dasein verändert.
Die Versuchsanordung, in die sich die Jugendlichen unter Leitung von Lasse Scheiba dazu begeben, mutet wie Science Fiction an: Die 16-jährige Rebecca kommt ums Leben. Ums analoge Leben. Doch Rebecca hat eine digitale Kopie von sich erstellt. Diese lebt nun im Netz weiter. Die illustrative Ausgestaltung dieses digitalen (Weiter)lebens – Avatare in Raumanzügen, ein Life Naut-Setup in Gestalt einer grünglitzernden Internetgouvernante, die zeigt, wo’s im digitalen Leben langgeht – wird inhaltlich unterfüttert mit Versatzstücken wissenschaftlicher Diskurse.
Fantasievoll haben die Jugendlichen ihre tägliche Internetpraxis auf die Spitze einer Zukunftsvision getrieben, die zwar befremdlich, aber so düster gar nicht ist. Nicht gänzlich unerwartet zeigt sich, dass Born Digital alles andere als technologiekritisch und pessimistisch sind, was die digitale Dimension unseres Lebens betrifft. Das bedeutet hingegen nicht, dass die Digital Natives unkritisch sind. Vielmehr scheint es so zu sein, dass sie den Gegenstand der Diskussion so gut kennen, dass sie zu einer konstruktiven Form der Kritik gelangt sind, die darin besteht, dass sie Wünsche formulieren und daran arbeiten, ihre Vision des digitalen Lebens zu  verwirklichen. Wie demokratisch kann aber eine doch immer noch überwiegend wirtschaftliche Entwicklung sein?
Leitung: Lasse Scheiba
Ausstattung: Sophie Leypold
Assistenz: Theokleia Psifidi
Von und mit: Mauri Bachnick, Lina Bookhagen, Wanda Fritzsche, Marie-Louisé Greiner, Annika Hauffe, Ruth Kennecke, Kaya Kettering, Nell Sophia Korthals, Pia Nüchterlein, Elisabeth Pape, Julia Schetelig, Leven Schroeder, Ysabel Seekermann, Vanessa Wybranietz

 

Magdalena Sporkmann

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